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„Kinder des Regenbogens e.V.“ - Children of the Rainbow
Der Verein:
Der gemeinnützige Verein "Kinder des Regenbogens e.V. - Children of the Rainbow" ist unabhängig, überparteilich und nicht konfessionell gebunden. Er beschäftigt sich satzungsgemäß mit der Förderung von Projekten in den Herkunftsländern der Kinder und - nach Zulassung - mit der Tätigkeit als Auslandsadoptionsvermittlungsstelle.
Der Regenbogen ist eine, wie wir finden, schöne Metapher: er ist überall zu sehen und bildlich gesprochen, verbindet er und bringt zusammen, Kontinente und natürlich Menschen, nämlich die Adoptivkinder mit den Adoptiveltern !
Der Verein wurde von Familien von Eltern mit Adoptivkindern und von Eltern mit leiblichen Kindern Anfang 2006 gegründet. Er ist mittlerweile im Vereinsregister eingetragen worden (Kontaktdaten).
Die Gemeinnützigkeit ist bereits bewilligt worden, so dass Spenden gegen Ausstellung von steuerrechtlich wirksamen Spendenbescheinigungen ausgestellt werden können. Zur Zeit bemühen wir uns, die Anerkennung als staatlich anerkannte Auslandsadoptionsvermittlungsstelle von den zuständigen deutschen Behörden zu erhalten. Die Vorbereitung für die Schaffung der Voraussetzungen laufen auf Hochtouren und wir rechnen im Laufe dieses Jahres mit der Anerkennung. Bis dahin werden wir keinerlei Aktivitäten, die über einen Austausch von eigenen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Auslandsadoptionsverfahren der Mitglieder hinausgehen, bieten können und dürfen.
Wir sind jedoch bis zu einer Anerkennung als Adoptionsvermittlungsstelle bestrebt, durch Hilfsprojekte verschiedener Arten in verschiedenen Ländern Hilfe für Kinder in Heimen zu organisieren.
Wir freuen uns darüber, dass es unseren jeweiligen Kindern bei uns sehr gut geht und dass sich alle Familienmitglieder täglich aneinander weiterentwickeln können. Bei unseren regelmäßigen Adoptivfamilientreffen halten wir und die Kinder regen Kontakt miteinander. Wir denken, dass es für unsere Kinder später sehr wichtig sein wird, wenn sie relativ Gleichaltrige gut kennen, die in genau der gleichen Situation sind, wie sie selbst.
Ganz klar - wir befürworten ausdrücklich Auslandsadoption, vorausgesetzt, sie ist moralisch wie rechtlich einwandfrei und Kinderhandel ist ausgeschlossen. In Deutschland wird so manches Thema heiß diskutiert - und das ist sicherlich gut so! U.a. trifft das auch für Auslandsadoptionen zu. Es gibt zu diesem Sujet unterschiedliche Meinungen, die sich manchmal genau gegenüber stehen.
Manchmal wird Auslandsadoption rundweg und grundsätzlich abgelehnt. Z.B. mit dem Argument, dass man die Kinder doch bitte schön in ihrer Kultur belassen sollte. Welche Kultur ? Nichts gegen die Kultur im Ursprungsland des Kindes. Wer selber viel in nahe und ferne Länder gereist ist, war oft genug selber „Ausländer“, wobei der Begriff heutzutage abgelöst (da unscharf) wird und dann sozialpolitisch korrekt heißt: „Person mit Migrationshintergrund“.
In vielen Ländern der Erde, vor allen Dingen in vielen sich entwickelnden Ländern der Erde, bedeutet ein Aufwachsen in einem Heim, dass man „Heimherkunft“ hat, was eher einen großen gesellschaftlichen Nachteil für diesen Menschen darstellt. Nachteile sind z.B.: das Aufwachsen in einem Heim überhaupt, Teilen müssen von Zuwendungszeit von Erzieherinnen (Zuwendung, die auch bei bester Betreuung eine liebevolle Familie nicht ersetzen kann), teilweise mangelhafte oder einseitige Ernährung, die zusammen mit Reiz- und Anregungsarmut bei der Erziehung zu körperlicher und geistiger Entwicklungsverzögerung führen kann, später eher geringe Berufs- und Lebensgestaltungsmöglichkeiten - besonders Mädchen ohne Familienherkunft haben in vielen Ländern Probleme auf dem Heiratsmarkt.
Natürlich ist es äußerst sinnvoll, die Zustände und Bedingungen, die dazu führen, dass Kinder in den Ländern in Heimen landen, so zu verändern, dass sie möglichst in ihren Familien in geordneten Verhältnissen aufwachsen können. Bei dieser Diskussion wird oft außer Acht gelassen, dass wir all' diese Verhältnisse nicht über Nacht verändern können - was passiert also während dieses langfristigen, eines weltweiten und generationenübergreifenden Projekts mit den Kleinkindern J E T Z T ? Selbst bei optimistischer Einschätzung könnte eine sozialpolitische Wende - wenn überhaupt in allen Ländern durchsetzbar - erst in vielen Jahrzehnten erreicht werden. Bis dahin leben Kinder ohne Eltern, ohne Perspektiven, ohne soziale und ökonomische Sicherheit häufig am Rande der jeweiligen Gesellschaft. Aus dieser Überlegung kann eigentlich nur folgen, dass man klar erkennt, dass beide Bestrebungen, die langfristige Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern der Kinder und punktuelle Hilfe durch Auslandsadoption parallel stattfinden können und müssen.
Ein anderer nicht zu unterschätzender Aspekt ist der Rückgang der Bevölkerungszahlen in Deutschland, der dramatische Ausmaße anzunehmen scheint. Hierfür gibt es verschiedene gesellschaftliche Gründe, die wir alle kennen. Adoptivkinder kommen dagegen in jungen Jahren nach Deutschland und werden wie andere Kleinkinder in Deutschland in der hiesigen Kultur großgezogen und ausgebildet. Sie sprechen normal deutsch mit evtl. regionalem/örtlichem Einschlag wie alle anderen und singen in Deutschland übliche Lieder. Auf diese Weise bekommt unser Land auch wieder Kindergarten- und Schulkinder, Steuer- und Rentenzahler, Krankenschwestern und LehrerInnen etc.
Selbstverständlich gehört das Adoptionsschicksal eines Adoptierten wie auch der Adoptiveltern zum jeweiligen Leben dazu. Es ist wichtig, dass man das nicht vergisst. Ein offener Umgang damit wird von Fachleuten angeraten. Bei der Diskussion über das jeweilige Adoptionsschicksal sollte man aber bedenken, dass auch „normal“ in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder und Menschen Probleme haben können und tatsächlich auch haben, die sie von anderen „normalen“ unterscheiden.
Ein Anliegen dieses Vereins ist, die Öffentlichkeit eben dahingehend zu informieren, dass es falsch ist, sich plakativ gegen alle Auslandsadoptionen zu wenden. Unserer Meinung nach bedeutet das, dass es sich Leute mit derartigen Ansichten zu einfach machen - man könnte auch sagen: „sich in einer Theorie-Ecke zurücklegen“. Diejenigen, die ein Kind mit sehr zweifelhafter Zukunft (beim Verbleib im Heim) aus dem Ausland adoptieren, machen sich Gedanken über diesen Vorgang.
Es ist schlichtweg eine Frechheit, auslandsadoptionswilligen Ehepaaren nur einen - wenn auch charmanten - Ausweg aus ungewollter Kinderlosigkeit vorzuwerfen oder „unterzujubeln“. Das reicht nicht. Die Ehepaare, die heute in den 30igern und 40igern sind, sind doch in Ihrer Jugend mit Vorbildern für unglaubliches Engagement groß geworden (bei in der Regel legitimer unterschiedlicher Einschätzung politischer Verhältnisse). Wir finden, Ihnen kann man abnehmen, dass sie eine Auslandsadoption zumindest auch zum Teil aus sozialem Engagement unternehmen.
Ja, es ist ein Unternehmen, ein lebenslanges Unternehmen - als Adoptiveltern geht man eine lebenslange Verpflichtung ein, die sie sehr ernst nehmen müssen. Durch eine Auslandsadoption kann man sicherlich nicht die Welt verbessern, aber man verbessert das Leben des Kindes und das eigene. Tiefenpsychologisch ausgedrückt, könnte man sagen, es treffen sich zwei Interessen: das Kind, dass sich nach einer Familie sehnt und das Paar, dass dem natürlichen Kinderwunsch (der zugegeben manchmal spät erkannt wurde) nachgeht. Mit etwas Humor kann man sagen, diejenigen, die dann auch noch ein Zweites oder ein Drittes adoptieren, kommen der Weltverbesserung dann schon näher …
Es gibt verschiedene Gründe, die zur Freigabe eines Kindes zur Adoption oder In-Pflege-Nahme führen. In sehr armen Gegenden kann eine Adoption bedeuten, dass das Kind überlebt. In anderen Ländern darf es den Zustand der ledigen Mutter nicht geben und nicht selten „muss“ (er muss natürlich überhaupt nicht!!) heute noch der Bruder seine Schwester nach der Entbindung umbringen, um „die Ehre der Familie wiederherzustellen“. Manchmal wird dann „sogar“ eine Bewährungsstrafe erteilt - Wahnsinn! Man kann unter derartigen Umständen leicht verstehen, wenn solche jungen Mütter ihre Kinder aussetzen - und das natürlich unter extremer Existenzangst. Wird das Kind rechtzeitig gefunden, hat es extrem viel Glück gehabt.
Der Einwand, dass man Auslandsadoption nicht ausschließlich durch eine rosa-romantische Brille sehen darf, ist auf jeden Fall berechtigt. Das Kind, das wie eine Deutsche oder ein Deutscher redet, aber aufgrund anderer Hautfarbe nicht „deutsch“ aussieht, hat damit bestimmt eine alltägliche Herausforderung zu meistern.
Aber streng genommen geht es uns allen doch auch manchmal so, wer von uns hat gar kein Handicap ? Wer ist schon perfekt ? Viele Menschen haben äußerliche Merkmale oder Eigenarten (z.B. übergewichtig, Hakennase, einzelgängerisch), die sie von anderen unterscheiden etc. Da sowieso auf der ganzen Welt immer mehr internationale Migration zu beobachten ist und durch technische Möglichkeiten Distanzen in sehr kurzer Zeit zu überwinden sind (Flugzeug), wird die Herausforderung, „anders auszusehen“ einen zunehmend geringeren Stellenwert einnehmen und sich generell auch kaum aufhalten lassen.
Es ist natürlich wichtig und richtig, dass adoptionswillige Eltern von geschulten Fachkräften vorbereitet und auf ihre Eignung hin überprüft werden. Viele adoptionswillige Ehepaare, mit denen wir sprechen, sagen aber - unabhängig voneinander und in unterschiedlichem Ausmaß aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland - dass sie oft den Eindruck haben, als würde das Verfahren in Deutschland oft ganz besonders umständlich gehandhabt werden. Man gewinnt auch häufig den Eindruck, als würden Adoptionsverfahren unnötig in die Länge gezogen.
Das übervorsichtige Vorgehen (also über das notwendige und richtige Maß weit hinaus) ist denn auch bei Ehepaaren, die sich mit Auslandsadoption beschäftigen und sich klassischer Weise erfahrungsgemäß eher dem Bildungsbürgertum zurechnen, unserer Überzeugnung nach nicht in dem Maße notwendig, wie es die alltägliche Arbeit von Behörden mit Problemhaushalten bestimmt erfordert.
Gemeinnützigkeit und Projekte
Der Verein „Kinder des Regenbogens e.V.“ ist gemeinnützig und kann somit Spenden annehmen und ist verpflichtet - nach Abzug der Kosten - diese in gemeinnützige Projekte zu investieren. Dies bedeutet, dass Projekte satzungsgemäß und vorzugsweise in Ländern betreut werden, mit denen der Verein oder Vereinsmitglieder Kontakte aufgebaut haben.
An dieser Stelle sei dem ASB - Arbeiter Samariter Bund, Hamburg-Mitte, und seinen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für seine großzügigen Kleiderspenden (inkl. Sortieren) und anderen Spendern gedankt.
Im weiteren Bestehen des Vereins sind auch andere Formen von Spenden und Projekten wahrscheinlich:
Bereitstellung von Zusätzlichem: Erzieherinnen, Nahrung, medizinischer Versorgung, Operationen, Hilfe bei Ausbau etc. in den Waisenhäusern.
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