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Haiti
Barbara Walker, in ihren 60igern, gründete das Projekt Reach Out To Haiti in 1988.

Sie ist ehemalige amerikanische Schulbusfahrerin, Mutter von drei Mädchen, die alle heute in ihren 30igern sind. Barbara wird auch als Lady in Blue bezeichnet, da das gesamte Village blau ist, das Tor … und auch Barbaras Kleider ALLE blau sind.
Barbara lebt selbst von einer kleinen Rente und benutzt keine Mittel, die sie für Ruuska Village bekommt, für ihren Eigenbedarf. Sie lebt in einem Haus, wie die Frauen, die sie im Village aufnimmt. Ihr einziger Luxus seit 2009 sind ein Klimagerät und ein persönliches WC, das fließend Wasser hat, wenn sie jemanden hat, der ihr Wassereimer holt ….
Nachdem eine schwere Erkrankung  sie berufsunfähig werden ließ, hat sie sich, mit knapp 40 Jahren, eine neue Aufgabe gesucht. Nach verschiedenen Einsätzen in z.B. Brasilien, Kolumbien und Haiti, wo sie vor allem durch ihr handwerkliches Geschick immer wieder Missionshäuser, Kinderheime, Krankenhäuser und Kirchen mit instandsetzte, hat sie in Haiti auch für medizinische Hilfe für die Armen gesorgt. Die Bedürfnisse in Haiti unterlagen immer den politischen Einflüssen, vor allem aber die Kinder waren die Leidtragenden.
 
Als Barbara das erste Mal nach Haiti kam, wurde ihr bewusst, wie viel es wert ist, ein sicheres Haus zu haben. Die Begründung fand sich nicht nur in politischen Gegebenheiten, sondern auch durch Wetterphänomene. Und so begann eigentlich ihr Traum, Menschen aus Cité Soleil, dem übelsten aller üblen Orte, um obdachlos zu sein, helfen zu können.
 
Wann es genau begann, daran kann sie sich heute nicht mehr erinnern. Sie hat medizinische Hilfe, Nahrungsmittel und Kleidung gegeben, wann es notwendig und ihr möglich war.

In Haiti sterben viel zu viele Kinder. Viel zu viele Frauen sterben unter der Geburt ihrer Kinder, weil sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Die Ernährungslage vieler Frauen mit ihren Kindern ist mehr als unsicher. Warum das so ist? Nun, junge Frauen, die in Haiti aufwachsen, lernen schnell und früh, dass sie ein Zuhause brauchen. Der gesellschaftlich akzeptable Weg dies zu bekommen, ist, einen Mann die Miete bezahlen zu lassen. Vielleicht hat die Frau auch ein Zuhause und die Miete ist einfach überfällig und sie sucht sich deswegen einen Mann. (In Cité Soleil und anderen Slums ist es üblich, die Miete für 6 Monate im Voraus zu zahlen). Das „System“ funktioniert etwa folgendermaßen:

Ein Mann bezahlt die Miete für 6 Monate, meistens nur eine ärmliche Hütte, zieht ein und spielt den Hausherrn. Dazu gehört eine Frau. Die Frau wird natürlich bald schwanger, da sich niemand Verhütung leisten kann. Die 6 Monate sind rum, die Miete erneut fällig …, aber der Mann ist gegangen. Was soll die Frau nun tun? Die Situation hat sich für sie von schlecht in absolut katastrophal geändert. Die werdende Mutter braucht eigentlich mehr Hilfe als zuvor. Also besorgt sie sich einen anderen Mann, der ihr die Miete bezahlt. Sie bekommt das erste Kind und bald genug wird sie wieder schwanger ….. Könnt ihr sehen, wie die Geschichte weitergeht?

Reach Out To Haiti gibt mit Ruuska Village jungen Frauen, die sonst auf der Straße leben würden, ein sicheres Haus, ein Heim und eine Anleitung, für ihr Leben selbst aufzukommen. Der Kreislauf der Abhängigkeiten wird durchbrochen und die Frauen haben Gelegenheit zu lernen, ihr Leben selbst zu bestimmen. So sind sie auch Vorbilder für spätere Generationen. Sie lernen im Projekt, das tägliche Leben zu organisieren, einen freundlichen Umgang miteinander, Haus und Hof in Ordnung zu halten.
Das Dorf ist mit Toiletten ausgestattet, hat einen Duschraum, eine Kleiderkammer und seit dem 30.Oktober 2005 eine medizinische Station, die  Aaron-Ewing-Gedächtnis-Klinik. Dr. Aaron Clark spendete bereits 2004 für Notfälle ein Beatmungsgerät. Dank vieler Spenden kann die Aaron-Ewing-Gedächtnis-Klinik und vor allem dank der zahlreichen medizinischen Volontäre vielen armen Menschen aus Gebiet um das Ruuska Village medizinisch notwendige Hilfe geben. Zum Beispiel bekommen Frauen Hebammen zur Seite, wenn sie entbinden. Außerdem versucht Barbara Walker jeder Schwangeren eine Erstausstattung zur Verfügung zu stellen und ihnen Anleitung in Babypflege zu geben.

Besonders froh ist Barbara über die Keramikfilter, mit denen das gesamte Dorf das Wasser filtert. Seit diese Filter in Gebrauch sind, hat sich die Zahl der Durchfallerkrankungen fast gegen Null reduziert. Zu verdanken hat sie diese Filter dem Einsatz einiger Freiwilliger.

Nun fragt man sich vielleicht immer noch: Was aber ist denn nun Ruuska Village? Ruuska Village ist ein Dorf für Frauen, für Kinder. Für ein Leben in Frieden und Sicherheit. Mit einer Klinik, einer Schule und einer großen Gemeinschaft.

Ruuska Village ist der gelebte Traum von Barbara Walker, den Armen zu helfen.
 
In dem heißen Klima, mit all der Armut, Krankheit, Gewalt, Schmutz und politischen Unruhen lebend, das kann einen Menschen überladen. Aber wo startet man? Man braucht dort so vieles! Sobald du denkst, du verstehst das Problem, musst du erkennen, dass du nicht wirklich die Lösung gefunden hast.

Immer gibt es ein Kind, das Kleidung, Schuhe, Nahrung oder Medizin braucht. Natürlich hilft jemand wie Reach Out To Haiti ihnen. Wenn man ein Kind die Schule besuchen lassen möchte, dann braucht es Schuhe, eine Uniform, Bleistifte, Papier, Bücher …

Und immer sind es finanzielle Beschränkungen, die die Arbeit in Haiti diktieren. Dennoch den Armen so gut zu helfen, auch Hilfe zur Selbsthilfe mit einem Ausbildungsprogramm anzubieten, ist das Ziel.
Das Leben in Haiti ist schwierig. Barbara kann abreisen, zu jeder Zeit. Das aber können die Haitianer nicht.

Kinder des Regenbogens e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit von Barbara Walker zu unterstützen. Mit Ihrer Spende können Sie die Situation von Familien, Frauen und Kindern in Not lindern und Ihnen dabei helfen, einen Ausweg aus einer für sie unlösbaren  Situation zu finden.

Gleichzeitig möchte Kinder des Regenbogens e.V. durch Auslandsadoptionen von Haiti nach Deutschland Kindern in Einzelfällen zu einem geordneten Leben in einer liebevollen deutschen Familie verhelfen. In der Zwischenzeit gibt es eine ganze Reihe von deutschen Familien mit haitianischen Kindern.
 
Man gewährt den Adoptivkindern die Chance, Ihre noch junge Persönlichkeit in Sicherheit und Frieden (und in diesen Breitengraden normaler medizinischer Versorgung) in Richtung Selbstbewusstsein und Selbstverwirklichung weiter zu entwickeln mit dem Ziel, nach liebevoller Erziehung in einer Familie und einer guten Ausbildung ihre Frau und seinen Mann in einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft zu stehen. Dass sie dabei zum Bruttosozialprodukt und zur Behebung des Nachwuchsmangels beitragen, versteht sich von selber.
 
Ihre Spende für die Arbeit unseres Vereins und der Unterstützung von nationalen und internationalen Hilfsprojekten, in diesem Fall Haiti, erhalten wir gern und versichern die satzungsgemäße Verwendung.
 
 S p e n d e n  bitte an:
Kinder des Regenbogens e.V. – Children of the Rainbow
Sparkasse Westmünsterland
BLZ:   401 545 30
Kontonummer:  361 769 72
 
Sollten Sie sich für die Arbeit als  F r e i w i l l i g e ( r )  interessieren, so wenden Sie sich bitte an uns. Wer möchte ein Vereinsmitglied am 29.12.09 nach Haiti begleiten? Während des Aufenthaltes:
- kostenloser Chauffeur -
- ortskundige Betreuung, auch auf deutsch -
- absolut interessante Gespräche –
- gelebte Nächstenliebe.
 
 
Häppchen und Fakten über Haiti
 
HAITI
Im Atlantischen Ozean, ca. 50 Meilen südöstlich von Cuba und 565 Meilen Südöstlich von Florida auf der karibischen Insel Hispaniola, befindet sich die Republik Haiti, das ärmste und am dichtesten bevölkerte Land der westliche Hemisphäre. Die Antillen-Völker Arawak oder Taino waren die ursprünglichen Einwohner Hispaniolas (heute Haiti und Dominikanische Republik). Ihr Name für die Insel war AYTI, was heißt „Land der Berge“.
 
HAUPTSTADT
Port-au-Prince ist die Hauptstadt von Haiti und die größte Stadt mit ca. 752.000 Einwohnern. Die zweitgrößte Stadt ist Cap Haitien, die nur 1/6 der Einwohner von Port-au-Prince hat. Port-au-Prince wurde 1749 gegründet und wurde 1770 Hauptstadt der Kolonie Saint-Domingue, da es der zentralste Punkt war und damit besser für die zukünftige Entwicklung, die Verteidigung und den Handel als die nördlichen Standorte der vorherigen Hauptstadt, Cap-Francais (heute Cap-Haitien). Heute leben die meisten Einwohner von Port-au-Prince in bitterer Armut. Viele leben in Slumgebieten, die die Stadt umgeben ohne Anschluss an die Abwasser- und Müllentsorgung. Andere große Städte sind Gonaive, Les Cayes und Jacmel.
 
NATIONALFLAGGE
Während der Regierungsphase der Familie Duvalier ( „Papa Doc“ und „Baby Doc“) bestand die Nationalflagge aus zwei horizontalen Bändern in Blau und Rot in der Mitte. 1986 wurde „Baby Doc“ abgesetzt und flüchtete ins Exil nach Frankreich. In dieser Zeit wurden Bilder der Duvaliers auf Haiti überall entfernt - auf dem Geld sind sie bis heute erhalten geblieben. Gleichwohl änderten sich die Farben der Flagge.